Geschäftsführer von neu.de Sven Jan Arndt im Interview
Auf dem regionalen Wirtschaftsportal business on habe ich ein interessantes Interview mit dem Geschäftsführer von neu.de Sven Jan Arndt gelesen. Ein paar Kommentare würde ich gerne kommentieren:
Business-On.de: Anfang des Jahres haben Sie mit Neu.de mehrere Änderungen vorgenommen. Unter anderem hieß es, durch den Relaunch im Februar, Neu.de zu mehr als „nur“ eine Single-Börse etablieren zu wollen. Inwieweit ist dies realisiert worden und welche Umgestaltungen sind sonst noch zu verzeichnen?
Arndt: Unser Event-Kalender freut sich großer Beliebtheit und ist in dieser komprimierten Form mittlerweile zu einem der größten Datenbanken Deutschlands gewachsen. Auch in Zukunft wollen wir den Community Aspekt weiter ausbauen. Ganz neu ist unsere Technologie des „Bee Tagg“, mit der die User auch crossmedial miteinander kommunizieren können.
Ein Eventkalender der voll gepackt mit diversen Veranstaltungen - zu dem noch kommerziell - soll der Unterschied zwischen einer “normalen” Singlebörse und einer Social Networking Community? Das Differenzierungsmerkmal ist etwas zu schwach aber nun gut - wenn er meint.
Business-On.de: Bee Tagg? Können Sie das bitte etwas genauer erklären?
Arndt: Die Bee Taggs funktionieren wie ein klassischer Strichcode, den sich jeder User individuell erstellen lassen kann. Mit der neuen Technologie können internetfähige Handys den Code erkennen und anschließend mit der entsprechenden Userseite auf Neu.de verbinden, ohne vorher die genaue Internetadresse notieren zu müssen. Die Bee Taggs sind für uns ein deutliches Mehr an Benutzerfreundlichkeit, da sie eine unkomplizierte Vernetzung zwischen Online und Offline darstellen. Der Code dient dann als eine Art optischer Link, der zum Beispiel auf T-Shirts nach außen präsentiert werden kann. Durch das Medium „Mobile“ können die User ab sofort immer und überall auf Neu.de zugreifen. Zusätzlich dient uns die Technologie als optimiertes Guerilla Marketing-Instrument; Aktionen, die wir auch weiterhin verstärkt nutzen wollen.
Ganz nette Idee aber ob das so funktioniert wie geplant bleibt fraglich. Warum braucht man noch den Code auf ein Handy zu schicken wenn man sich bereits in der wirklichen Welt gesehen und kennengelernt hat? OK, ein Szenario kann ich mir vorstellen: Man interessiert sich für ein nettes Mädchen und kennt zufällig die Freundin und die gibt die Handy-Nr raus. Aber warum braucht man dann Neu.de? Man kann doch dann einfach per SMS chatten und sich daten?
Noch lustiger fand ich die Idee mit dem T-Shirt? Werden wir bald verzweifelte Singles mit Codes auf ihren T-Shirts durch die Stadt rennen sehen und hinter ihnen laufen Verehrer /-innen, die versuchen mit ihren Handys den Code zu fotografieren um dann über neu.de denjenigen zu kontaktieren, den sie gerade gesehen haben…Es wäre doch einfach gewesen beim fotografieren des Codes den Träger des T-Shirts einfach anzusprechen, oder denke ich da zu einfach?